Akademie der Bildenden Künste München

Akademie der Bildenden Künste MünchenDie erste Erwähnung dieser Hochschule fällt in das Jahr 1770, als eine „Zeichnungs Schule respektive Maler- und Bildhauerakademie“ im ehemaligen Cottapalais genehmigt wurde. Die klassizistischen Hofkünstler von Kurfürst Karl Theodor halten mit ihm in München Einzug. 1788 gibt es die erste Ausstellung. Die Studenten zeigen ihre Kopien von Alten Meistern.

Die Gründung der Münchner Akademie in erweiterter Form wird geplant, und Johann Peter von Langer übernimmt die Leitung.

Von Mannheim nach München zieht die Mannheimer Sammlung von Antikenabgüssen um. Diese hatte durch Besuche Goethes und Schillers Berühmtheit erlangt. Es gibt nunmehr an der Akademie Fakultäten für Malerei, Kupferstecherkunst, für Bildhauerei sowie für die allgemeine Baukunst. 1809 erfolgt die erste Eintragung von Studenten in das sogenannte Matrikelbuch. Zwei Jahre später wird die erste „öffentliche Kunstausstellung der Königlich Bayrischen Akademie der bildenden Künste“ eröffnet. 1813 erfolgt die historisch bedeutsame erste Immatrikulation einer Frau. Ellenrieder wird später eine Historienmalerin. In der Folgezeit gibt es immer mehr Studentinnen, bevor 1839 der Rückschritt Einzug hält, und nur noch Männer eingeschrieben werden. Elisabeth Ney wird für die Zeit von 1839 bis 1920 die einzige Studentin bleiben. Wilhelm Busch wird 1854 hier immatrikuliert. In der Mitte des 19.Jahrhunderts beginnt für München die Blütezeit als europaweit führende Ausbildungsstätte für Malerei. Viele Ausstellungen finden hier in der Folgezeit statt. 1944 wird bei einem Fliegerangriff die Schule bis auf die Grundmauern niedergebrannt und dabei auch das Archiv vernichtet. Alle Kunsthochschulen werden geschlossen. Die Zusammenlegung mit der Akademie für Angewandte Kunst wird nach dem Krieg die Gründung der „Hochschule für Bildende Künste“ nach sich ziehen.

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